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Der Dolmen von Bunsoh

 

A23 Nähe Itzehoe


Das Steingrab von Bunsoh liegt nur wenige Kilometer vom Brutkampstein in Albersdorf entfernt und wurde erst vor etwa hundert Jahren aus seinem Hügel ausgegraben. Weil man den Dolmen nur vom oberen Hügelrand als Ganzes betrachten kann, wirkt er eher klein. Er ist 3,75 Meter lang, 1,55 m breit und seine Längsachse verläuft genau ost-westlich. Irgend- wie tritt aber nur der westlichste Deckstein in den Vordergrund. Seine Oberfläche ist mit ca. 300 Mulden, sogenannten Schalen, versehen, die offenkundig von Menschenhand stammen. Außerdem findet man mehrere eingravierte Linien, ein Ringkreuz und stilisierte Abdrücke menschlicher Hände und Füße.




Selten macht die Megalithbaukunst einen so menschlichen Eindruck wie in Bunsoh. Ein Vermessungsingenieur, der den Schalenstein untersucht hat, glaubt in der Anordnung der Schalen und Symbole die wichtigsten Elemente des Sternenhimmels zu entdecken. Das klingt sehr abenteuerlich, entbehrt aber nicht einer gewissen Logik.

Mit der Kenntnis, dass Megalithiker nicht nur dumme Bauern waren, sondern, im Gegenteil, eine Menge über den Lauf der Gestirne wussten und die Himmelsmechanik zur Einteilung ihres Bauern Jahres nutzten, lässt sich diese Hypothese gut nachvollziehen.

 

 

 

© 2000 Andreas Erlenkötter Quelle: www.dasvermaechtnis.de

 

 

 

 

 
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