Start Opfer- und Grabbeigaben
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*Arbeitsstatus-Ideensammlung-Konzept*

Opfergaben und Grabbeigaben der Germanen

Wie die Religion im allgemeinen eine nützliche und zielgerichtete war bzw. dem Zuständigkeitsbereich des einzelnen Gottes unterworfen war, so waren es auch die Opfergaben. Funde umfassen alles von Waffen über andere beute, Ess- und Trinkopfer, Haare und Tiere ebenso wie hauswirtschaftliche oder landwirtschaftliche Geräte bis hin zu Menschenopfern.

Bei den Menschenopfer geht man mittlerweile davon aus, das diese nur in extremen Krisenzeiten bzw. bei Tempel- bzw. Gottesschändern vorkamen. Einige der in Mooren gefundenen Leichen dürften ebenso Unglücksfälle wie auch normale Bestattungen und Hinrichtungen gewesen sein. Die eindeutig nachgewiesenen menschenopfer lassen den Schluß zu, das im Schnitt nicht öfters aller 40 Jahre ein solches Opfer gebracht wurde. Unter pragmatischen Gründen wurden auch Sklaven getöte, jedoch weniger als Opfer, sondern eher um Grabstätten geheim zu halten und so vor Schändung zu schützen (z.B. Grab des westgotischen Heerführers Alarich)

Erzählungen berichten jedoch auch über Selbsttötungen von Witwen bei dem ostgermanischen Stamm der Heruler.

Auch die Waffenopfer waren nicht all zu häufig. Nützlicher Weise wurden viele Waffen weiter verwendet, da oft die eigenen technologie noch nicht so weit war. Bevor geopfert wurde, wurden die waffen unbrauchbar gemacht. Das unbrauchbarmachen der waffen war das Zeichen für die totale Vernichtung der Feinde und gleichzeitig der Dank an die Götter für deren Unterstützung.

Beuteopfer kamen auch vor allem nach großen Siegen in Betracht. Beute ist hierbei umfassend zu sehen. Je nach Ausprägung konnte alles geopfert werden, wessen man habhaft werden konnte. gefangen und Tiere, Kleidung, Waffen und Rüstung ebenso wie Wertsachen bis hin zum kleinsten Küchengerät. Man war dankbar für den Sieg und mehr bedurfte es nicht, die Beute stand allein den Göttern zu. Historiker Orosius: "... so dass dem Sieger keine Beute, dem besiegten keine Gnade zuteil wurde."

In den keltischen Fürstengräbern am Glauberg wurden u.a. Schmuck (als besodnere beigabe ein 175 g schwerer Gold-Halsring) und Gürtel, Waffen sowie die Insignien der Macht der jeweiligen Fürsten gefunden. Besonders erwähnenswert ist noch die bronzene Schnabelkanne. Gefüllt war die Kanne mit Honigmet. Interessant ist, dass viele Grabbeigaben an einer extra für das Grab geschaffenen Statue wieder auftauchen und so der bestattet Herrscher eindeutig zugeordnet werden kan.

 

 
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