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*Arbeitsstatus-Ideensammlung-Konzept*

Bestattungen der Germanen

Ungewöhnlich für die Zeit ist, das bei den Germanen die Körperbestattung gleichberechtigt neben der Brandbestattung stand. Und getreu ihrer Religion waren es einfache Grashügel und Steinberge statt monumentaler Prachtbauten die als Grabstätte dienten.

Die Grabbeigaben waren eher praktischer Natur und die Waffenbeigaben weniger verbreitet, lieber wurden die Waffen, besonders wenn sie von höherer Technologie waren, den Nachfahren übernatwortet um so weiterhin einen Nutzen zu haben. Die prächtigen großen Grabfunde waren eher Grabstätten einer kleinen Oberschicht.

Ibn Fadlan berichte im Jahr 921/922 von einem begräbnis, bei welchem der Tote aufebarrt um das Begräbnis vorzubereiten. Der Tote wurde auf ein an Land gebrachtes Schiff neu eingekleidet gelegt, mit Nahrung, Vieh, Waffen und einer kruz zuvor getöteten Sklavin versorgt und dann wurde dieses Schiff verbrannt. Auf der Asche wurde ein "Monument" errichtet.

Tacitus: "Bei Bestattungen gibt es keinerlei Aufwand. Nur darauf achtet man, dass die Leichen bedeutender Männer mit bestimmten Holzarten verbrannt werden.  Den Scheiterhaufen überladen sie nicht mit Tüchern und Duftstoffen, doch jedem werden seine Waffen und manchen auch das Pferd ins Feuer mitgegeben. Rasenstücke bilden einen Grabhügel, aber die Ehrung durch hochragende, kunstvolle Denkmäler verschmähen sie, weil das für die Verstorbenen Last sein. Von Wehklagen und Weinen lassen sie schnell, von Trauer und Schmerz nur langsam ab. Für Frauen schickt sich laute Klage, für Männer stilles Gedenken."

Ein besonderer Grabfund ist der Grabhügel vom Glauberg.

Eine keltische Grabanlage, die nicht nur eine umfangreiche Größe hat. "Die Forschung ergaben ein system von gräben und Wellen, die sich einerseits um den Hügel herumziehen, andererseits in Form einer sogenannten Prozessionsstraße auf den Hügel zubewegen. ... Zu dem Gesamtwerk aus Grabhügel und Grabenanlagen kommt eine Art heiliger Bezirk, der die reliöse Bestimmung und Intensität dieses Großbereiches noch einmal verstärkte." (Karfunkel 40, Jörg Füllgrabe).

Das Hauptgrab mit umfangreichen Beigaben ist das eines Fürsten. Interessant dabei ist eine aus sandstein geschaffenen Statue, die große Ähnlichkeit mit dem Toten hat und viele Dinge der Grabbeigaben  trägt. In Form und gestaltung läßt sie eine Darstellung eines Krieger-priesters vermuten und sollte sicher den Schutz der Anlage gewährleisten, bzw. diente anderen religiösen Zwecken. Während das erste ein Körpergrab ist, ist das zweite gefundene ein Brandgrab. Vermutungen gehen von einem Wandel der Bestattungssitten aus, oder jedoch über die Vorstellung derTotenfolge. Ein nachfolger bzw. treuer gefolgsmann kann seinem Herren "gefolgt" sein.

 
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