Start Alte Quellen Merseburger Zaubersprüche
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Die Merseburger Zaubersprüche

Die Zaubersprüche wurden gefunden im Domkapitel zu Merseburg in einer Handschrift aus dem 10. Jahrhundert aus Fulda,das genaue Alter der Sprüche an sich läßt sich jedoch nicht genau datieren.

 

Eiris sâzun idisi, sâzun hera douder.
suma hapt heptidun, suma heri lezidun,
suma clûbôdun, umbi cuoniouuidi:
insprinc haptbandun, invar vîgandun!

Phol ende Uuodan vuorun zi holza.
dû uuart demo Balderes volon sîn vuoz birenkit.
thû biguolen Sinthgunt, Sunna era suister;
thû biguolen Frîia, Volla era suister;
thû biguolen Uuodan, sô hê uuola conda:
sôse bênrenkî, sôse bluotrenkî, sôse lidirenkî:
bên zi bêna, bluot zi bluoda, lid zi geliden,
sôse gelîmida sîn!


Hochdeutsche Übersetzung der Merseburger Zaubersprüche

Einst setzten sich die Disen hierhin und dorthin.
Manche hefteten Haftfesseln, manche lähmten das feindliche Heer,
manche klaubten um heilige Fesseln (d.h. sie bannten die Feinde mit Zaubersprüchen)
Entspring den Haftfesseln, entfahr den Feinden!

Phol (=Baldur) und Wotan ritten in den Wald.
Da wart dem Fohlen Baldurs der Fuß verrenkt.
Da besprach ihn Sinthgunt, Sunnas Schwester;
Da besprach ihn Freyja, Fullas Schwester;
Da besprach ihn Wotan, der es wohl konnte:
So wie Beinrenke, so wie die Blutrenke, so wie die Gliedrenke:
Bein zu Bein, Blut zu Blut, Glied zu Glied,
sollen sein, wie geleimt!

 
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