Start Alte Quellen Sächsisches Taufgelöbnis
PDF  | Drucken |

Das sächsische Taufgelöbnis

Im 10. Jahrhundert mußten mit diesem Taufgelöbnis die von Kaiser Karl besiegten sächsischen Stämme dem Glauben ihrer Väter abschwören und sich taufen lassen. Wer sich weigerte, oder weiterhin den alten Göttern opferte, verlor Haus und Hof, später auch sein Leben.

Forsachistû diobolae?
(et respondeat):
ec forsacho diobolae.
end allum diobolgeldae?
(respondeat):
end ec forsacho allum diobolgeldae.
end allum dioboles uuercum?
(respondeat):
end ec forsacho allum dioboles uuercum end uuordum,
Thunaer ende Uuôden ende Saxnôte
ende allum thêm unholdum, thê hira genôtas sint.
Gelôbistu in got alamehtigan fadaer?
ec gelôbu in got alamehtigan fadaer.
Gelôbistu in Christ godes suno?
ec gelôbu in Christ godes suno.
Gelôbistu in hâlogan gâst?
ec gelôbu in hâlogan gâst.

Hochdeutsche Übersetzung des sächs. Taufgelöbnises

 

Sagst Du ab dem Teufel?
(und er soll antworten):
Ich sage ab dem Teufel.
Und allem Teufelsopfer?
(er antworte):
Und ich sage ab allem Teufelsopfer.
Und allen Teufelswerken?
(er antworte):
Und ich sage ab allen Teufelswerken und -worten,
Donar und Wotan und Saxnot
und allen den Unholden, die ihre Genossen sind.
Glaubst Du an Gott, den allmächtigen Vater?
Ich glaube an Gott, den allmächtigen Vater.
Glaubst Du an Christ, Gottes Sohn?
Ich glaube an Christ, Gottes Sohn.
Glaubst Du an den heiligen Geist?
Ich glaube an den heiligen Geist.

 

 
Copyright © 2017 Runenkunde.de. Alle Rechte vorbehalten.
weitere Informationen unter Impressum
 

Wer ist online

Wir haben 85 Gäste online

Besucher seit 2001

Seitenaufrufe : 2940961

Buchempfehlung

Banner